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Orkney

7 Tage Orkney-Inseln (Mainland im wesentlichen), Ende Juli, mit vielen Sehenswürdigkeiten, u.a.:

Skara Brae (3100 v. Chr.) und Skaill House
Brough of Birsay
Kirkwall mit St. Magnus Cathedral, Earls Palace, Bishops Palace, Orkney Museum, Highland Park Distillery
Insel South Ronaldsay mit Tomb of the Eagles / Isbister Tomb
Insel Lamb Holm mit Italian Chapel, Churchill Barrier #1
Maeshowe
The Heart of Neolithic Orkney mit
Stenness: Standing Stones und Barnhouse Village
Ring of Brodgar
Ausgrabungsstätte Ness of Brodgar
Broch of Gurness
Insel Hoy mit Old Man of Hoy
Stromness (Quartier): Das Leiden in der Shopping Week, Stromness-Museum

Ein paar Links mehr:

Orkneyjar – The Heritage of the Orkney Islands
The Ness of Brodgar Excavations (Dig Diary)
Visit Orkney (Touri-Seite)

Und schließlich ein paar Fotos:

A Place Beyound Belief

A Place Beyound Belief

Lichtskulptur im Hafen von Stromness, Orkney Insel Mainland, Schottland / UK

The Great Glen Way

Der Great Glen Way führt durch das geologische Gebiet des Great Glen, von der Atlantik- bis zur Nordseeküste Schottlands. Im Great Glen gibt es seit 1822 den von Thomas Telford ingenieurtechnisch zu verantwortenden Caledonian Canal, eine Wasserstraße durch mehrere Seen, die um vier gebaute Kanalabschnitte ergänzt wurde. Die Seen und Flüsse heißen, von der Atlantik- bis zur Nordseeküste: Loch Linnhe, River Lochy, Loch Lochy, Loch Oich, River Oich, Loch Ness, Loch Dochfour, River Ness. „Parallel“ zu den Fluss- gibt es die Kanalabschnitte.

Der Caledonian Canal selbst ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung von Telford. (Auch damals schon wurden solche Großprojekte nicht rechtzeitig und im kalkulierten Kostenrahmen fertig.) Er beginnt in Corpach bei Fort William, dort ist das westliche Sea Lock, und endet mit dem östlichen Sea Lock in Clachnaharry bei Inverness. Es gibt insgesamt 29 Locks / Schleusen (einschließlich derer 8 kurz nach dem Beginn im Westen: „Neptune’s Staircase“ in Banavie bei Fort William), mit deren Hilfe die Boote und Schiffe auf 32 m über Meerespiegel gehoben und wieder gesenkt werden, 4 Aquädukte und 10 Schwing-Brücken.

Der Wanderweg beginnt in Fort William, geht am Ufer der jeweiligen Seen, am Kanal – oft zwischen Kanal und natürlichen Flüssen – sowie hoch über den Seen entlang. Die letzte Etappe weicht dann etwas ab, es geht über eine Hochebene nach Inverness. Insgesamt sind es etwa 120 km.

Das Wandern dort im Great Glen von B&B (und einmal Jugendherberge) hat uns viel Vergnügen bereitet. Die Gastgeber waren nicht so gestresst wie zumeist auf dem West Highland Way. Es gab freundlichen und interessanten Smalltalk mit ihnen, insbesondere mit dem Munroisten Mike, einem GGW-Ranger und anderen Wanderern.

Man kann sich das Terrain bei Google Maps detailliert anschauen.


Mehr Bilder und ein paar Kommentare zu den Etappen…


Oban, Mull, Staffa, Iona

Von Tyndrum ging es also per Scottish Rail nach Oban an der Atlantikküste, die symphatische Hafenstadt ist Tor zu den Inseln der Hebriden. Vom Meer aus hat man einen Blick auf den Loch Linnhe, quasi der Anfang des Great Glen (und unserer folgenden Tour). Der Besuch der Distillery (1, 2) war der Anfang wachsenden Interesses am Malt

Ein Ausflug führte uns auf die Inseln Mull, Staffa und Iona. Insbesondere Staffa ist eindrucksvoll! Die Insel besteht im Wesentlichen aus sechseckigen Basaltsäulen in spannenden Formationen.

Beim Himmel genießen auf Staffa hat mich Antje fotografiert:

     


The West Highland Way

Der West Highland Way ist der erste bzw. älteste der schottischen Langstreckenwanderwege. Die 152 km des Weges beginnen in einer Vorstadt Glasgows, gehen durch den ersten Nationalpark Schottlands am Loch Lomond, der zu dem noch flächenmäßig der größte See Schottlands ist, über die Pässe der Berge der Western Highlands bis nach Fort William am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Berges Großbritanniens. Doch der Nationalpark vor den Toren Glasgows stellte sich als Spaßverderber heraus. Der schöne See dient als Naherholungsgebiet, Familien samt Kind, Kegel und Oma bevölkerten die Landschaft zu allen möglichen Zwecken; das ist natürlich legitim, aber irgendwie nicht das Umfeld, in dem Wandern Spaß macht.

Zu dem galt es, Rücksicht auf „das Knie“ zu nehmen, so dass wir uns entschlossen, die Tour nach der fünften Etappe und 90km abzubrechen. Statt die Devil’s Staircase hochzusteigen, sind wir kurzerhand in Tyndrum in den Zug nach Oban gestiegen, die Atlantikküste bzw. die Hebriden als Ziel.

Was die Stöcke betrifft, die man angeblich ja heutzutage unbedingt haben sollte, um von anderen Wanderern ernst genommen zu werden, hat sich herausgestellt, dass genau 1/4 des mitgenommenen Equipments sich als praktikabel und sinnvoll erwiesen hat. Irgendwie kommt man sich mit dem Gefuchtel und dem Synchronisieren lächerlich vor.

Die Länge der Tagesetappen haben wir unseren Befindlichkeiten angepasst, uns jeden Abend am Ziel ein B&B gesucht. (Einmal war’s eine Jugendherberge.) Das geht in Schottland genau so gut wie in Irland, voriges Jahr.

Ach ja, das Wetter. Wir hatten 1,2 Regentage während der gesamten Reise. Es war der letzte Tag in Glasgow. Plus die Zugfahrt von Inverness nach Glasgow am Tag davor. Ansonsten ist es normal, dass das Wetter sich öfters am Tag ändert. Alles andere wäre ein Grund zur Besorgnis.

    

Mehr Bilder und ein paar Kommentare…