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Depopulation of Eastern Germany

Das Thema des Schrumpfens hatten wir hier ja schon öfters. The Economist schreibt anläßlich der IBA 2010 über die schrumpfenden Städte in Sachsen-Anhalt: Aschersleben, Köthen, Dessau, Staßfurt.

From the death of cities, the hope is that new life will emerge.

(via Pruned)

Die Zukunft der Stadt

Die Zukunft der Stadt – Explodieren Schrumpfen Konkurrieren ist der Schwerpunkt eines zufällig erlangten, interessanten Heftes „Kulturaustausch“ des Institutes für Auslandsbeziehungen.

Es gibt interessante Beiträge, einige sind online wie der von Klaus Töpfer (Der Chaosplanet). Der des niederländischen Architekten Rem Koolhaas (Mut zur Lücke. Wir verplanen jeden Quadratmeter. Was dabei herauskommt, hat mit einer lebendigen Stadt nichts zu tun.) leider nicht. Deshalb und auch aus aktuellem Anlass hier eine schöne Passage über Überwachung, London und pro Vielfalt:

Im Rahmen einer Bestandsaufnahme davon, was die Stadt ist und was uns womöglich verloren gegangen ist, analysierte unser Büro anhand eines 40 Jahre alten idyllisch anmutenden Bildes der Isle of Wight, was heute alles nicht mehr möglich wäre. Das geht schon bei den Stoffüberdachungen los, die heutzutage mit dem CCTV-Kamera-Überwachungssystem in Konflikt geraten würden; es geht weiter mit den chaotisch geparkten Lieferwagen, den religiösen Symbolen im öffentlichen Raum und den verdächtigen Regenmänteln, mit denen die Menschen an einem sonnigen Tag herumlaufen. Mit anderen Worten: Was auf den ersten Blick einer Idylle entspricht, enthält genaugenommen eine Reihe irritierender Elemente, die wir heute nicht mehr tolerieren. Für mich ist das ein wichtiger Punkt, und ich denke, hier ist uns definitiv etwas verloren gegangen.
Es dauerte lange, bis ich London lieben lernte, aber zu seinen größten Vorzügen zählen für mich heute gerade die vielen Beispiele mangelhafter Stadtplanung, die mittelmäßige bis schlechte Architektur und die vernachlässigten Stadtviertel, in denen jedoch die unterschiedlichsten Menschen wohnen. Es handelt sich um das Gegenteil dessen, was wir professionell anstreben.


Perspektiven, weil wir schrumpfen

Auch in der Zeit wird gegen die Hysterie vom Aussterben polemisiert – und es werden schöne Perspektiven aufgezeigt, mögliche „Stellschrauben“ wider den Renten-Kollaps genannt.

Schrumpfen, mal wieder

Diesmal dramatisiert – ziemlich reißerisch – der SpOn, gefunden dort bei der Betablogerin. (s.a. hier)

Überflüssige Städte

Wieder einmal ein — wenn auch kurzer — Text zum Thema Schrumpfen. Ein brisantes Dauerthema, über den Tag hinaus weisend, aber noch ohne Diskussion in der ganzen Gesellschaft, trotz »Shrinking Cities«, IBA und all dem.

Vor einiger Zeit tat in der Zeit Herr Henrich etwas launig doch nicht unsymphatisch seine Meinung zum Thema als Nicht-Experte und Bürger kund:

Dann habe ich hier mehr Platz. Das Land hier war ja nie so dicht bevölkert wie der Westen. Hier sind zur Zeit der DDR die Leute hergeschafft worden, um die großen Kombinate mit Arbeitskräften zu versorgen. Ich kann mir eine ländlichere Struktur vorstellen in Brandenburg und Mecklenburg, die den Raum Berlin versorgt. Mit Nahrungsgütern, aber auch mit etwas, das den Namen Tourismus verdient. Das muss keine Katastrophe sein. Im Gegenteil, dann hört es endlich auf mit diesen Großprojekten.