Posts Tagged: Visualisierung

OECD eXplorer

Der OECD eXplorer ist ein mächtiges Online-Tool, um sich bis zum Abwinken mit regionalen Statistiken zu beglücken. Es gibt viele, viele Möglichkeiten, aus dem Zahlenmaterial die eine oder andere Überraschung heraus zu kitzeln. (Insofern ähnelt’s der Demographic Risk Map.) Nebenbei ist es eine Demonstration, was mit Flash so geht…

(via information aethetics)

Demographic Risk Map

Econsense ist ein Thinktank des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Der Verein reagiert auf die Verunsicherung seiner Klientel hinsichtlich des demographischen Wandels: Was bedeutet dieser Wandel, die Überalterung von uns Humankapital, für die Unternehmen zum Beispiel bei Standortentscheidungen? Welche Regionen haben eine für 2030 prognostizierte „High Opportunity“, welche bedeuten dagegen „High Risk“? Econsense hat – mit maßgeblicher Unterstützung großer Konzerne – das Rostocker „Zentrum für Erforschung des Demografischen Wandels“ beauftragt, eine wissenschaftliche Datenbasis als Diskussionsgrundlage zu erstellen. Ein sichtbares Ergebnis ist eine Demographic Risk Map für die 264 Regionen der EU-Länder.

Das Datenmaterial wurde aus einer Reihe von Quellen aggregiert, nationale Statistikämter und OECD erheben ja fleißig verschiedenerlei Daten. Die Rostocker Demografen sind sich sicher, aus den Daten Aussagen zu den Standortfaktoren „Humankapital“, „Arbeitskräfteangebot“, „Arbeitsproduktivität“ und „Forschung und Entwicklung“ ableiten zu können.

Auf den ersten Blick: Osteuropa hat einen großen Rückstand aufzuholen, das wird so schnell nicht gelingen. In Portugal und in Ostdeutschland geht das Licht aus, vor allem in der Region Dessau-Magdeburg (s.a. hier); Berlin ragt in diesem Umfeld positiv heraus. Überraschend für mich ist das Potenzial der Benelux-Länder und Südfrankreichs!

Kluge Dahlemer Sommernacht

Ich habe die diesjährige Lange Nacht der Wissenschaften sehr entspannt und genießend auf dem Campus der FU in Dahlem, in der Takustraße am Standort des Zuse-Instituts sowie den Instituten der Mathematiker und Informatiker, verbracht.

Wann kommt man schon ‚mal in den unterirdischen Rechnerraum mit einem massiv-parallelen Supercomputer – dem berliner Teil des HLRN? Das derzeitige, 10 Jahre alte System besteht noch aus IBM p690-Systemen. (Damals Platz 48 in den Top500.) Die laufende Ausschreibung für ein ersetzendes System hatte sich durch die Auswirkungen der Föderalismusreform um mindestens 1 Jahr verzögert. Nebenbei gab’s einen kurzen Überblick zum Supercomputing und auf museale Stücke. (HPC-Service des ZIB; Handyschnappschüsse zeigen den Platz für das kommende System, einen Frame mit 32 CPUs, Sun-Server für andere Dienste, die Cray von 1984.)


Visualisierungen

Auf zwei Webseiten mit Visualisierungsprojekten soll hier hingewiesen werden.

Links auf der Abbildung, das sieht nicht nur so aus, das ist ein Periodensystem der Visualisierungsmethoden. Martin Eppler und Ralph Lengler von der Università della Svizzera italiana in Lugano haben 100 Methoden der Visualisierung von Daten und Informationen im Rahmen von Visual Literacy: An E-Learning Tutorial on Visualization for Communication, Engineering and Business zusammengestellt. Beschrieben werden Methoden für die Visualisierungsklassen Daten, Informationen, Konzepte, Strategien, Metaphern sowie für eine als Compound bezeichnete Klasse.

Die Spielerei mit den MouseOver-Effekten ist zwar ganz nett, aber schwer lesbar. Chris Wallace hat einen Weg (XML, XQuery) gefunden, das Periodensystem samt seiner MouseOver-Effekten besser anzuzeigen und auch auszudrucken. (Funktioniert aber gerade nicht.)

Schon etwas länger in meinen Bookmarks befindet sich visualcomplexity von Manuel Lima. Der Fokus dieses Projektes liegt auf der Visualisierung von Netzwerken u.a. aus den Bereichen Kunst und Musik, Biologie, Business, Computersysteme, Internet und Web, Wissen, Mustererkennung sowie Transport. Darunter sind auch manche etwas skurillen Netze zu finden, z.B. „The Essence of Rabbit“ und „Mapping Terrorism“.

(via DIALOGUS)

Berlin 2071

Noch ist der Winter in Berlin ziemlich kalt, zumindest für deutsche Verhältnisse. Der sibirische Einfluss ist deutlich spürbar, besonders wenn der Wind einem in den Straßenschluchten um die Ohren pfeift. (Ich hab’s noch nicht vergessen.)

Aber das ändert sich ja, so viel ist gewiss. Wieviel es wann sein wird, weiß natürlich niemand – aber alle publizieren fleißig Prognosen. Die folgende, kühne hat es mir wegen der Visualisierung angetan:


Bildquelle: guardian.co.uk

Die europäischen Hauptstädte sind von Wissenschaftlern der Bremer Universität entsprechend ihrem prognostizierten Klima neu platziert worden.

We wanted to translate the information we get from climate models in a way that is easy to understand. It can be hard to appreciate what a three degree rise means, but people can look at this and really grasp the scale of some of the changes.

Berlin in Nordafrika, unglaublich.

(via BLDGBLG)