Un-Sprache

ie Krise der Geisteswissenschaften – da hilft auch keine Imagekampagne – ist auch ein Dilemma ihrer Protagonisten: so verquast-abgehoben, wie der Kölner Studiendekan Burckhardt das Faktum und die Notwendigkeit Diversity für eine moderne Gesellschaft beschreibt, kann das nur eine gewollte Abgrenzung und Isolation durch Sprache, eine gewollte Selbststilisierung sein.

Eine Camouflage für heiße Luft, am Lehrstuhl / Institut.

(gefunden via gedruckter Zeit, Textbruchstücke aus der Kölner Unizeitung s.u.)


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Diversity kann – aus meiner Sicht der Transzendentalpragmatik – verstanden werden als plurale und entscheidungsoffene Diskursgemeinschaft, in der der Einzelne zugleich sich bestimmt und dialektisch-reflexiv vollzieht: sowohl als Dialogsubjekt, bestimmt als sein Miteinander-Gegeneinander mit anderen personalen Intersubjekten, wie auch als Autonomiesubjekt, bestimmt als das um sich als Subjekt des Handelns, Wollens, Fühlens, Denkens wissende, personale Subjekt. Dialogizität und Autonomie des so verstandenen Inter-Subjektes treten somit als dialektisch verwobene, komplementäre Größen auf die Bühne der öffentlichen Vernunft und der Öffentlichkeit der Vernunft (Habermas): die Bühne der unbegrenzten Öffentlichkeit, der Vielfalt und Geltungsoffenheit der in ihr obwaltenden Stimmen.
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Diversity als Mannigfaltigkeiten von Lebenspraxen kommt damit produktiv zur Geltung, wenn sich die in ihren Mannigfaltigkeiten vollziehenden Individuen und Gemeinschaften ihres Miteinander-Gegeneinanders geltungslogisch und moralisch sicher sind und wenn sie denn Diversity als Individualitäten und Vielheiten, also als Autonomie und Dialogizität mit anderen leben und teilen wollen.
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