V

»V for Vendetta« ist sehenswert, allein schon wegen des aktuellen Themas: People should not be afraid of their governments. Governments should be afraid of their people. Das Pathos, das Holzschnittartige – vermutlich durch die Comic-Vorlage bedingt – muss man mögen oder aushalten können.

Der Film stellt hinsichtlich Diktatur, Manipulation, Gewalt, Bürgerrechte die richtigen Fragen, gibt aber klugerweise nicht die (nicht vorhandene, angeblich) einzig richtige Antwort; er hört im richtigen Augenblick auf. Wie es weiter gehen kann und wird wissen wir aus der Geschichte, zum Beispiel aus der Jakobinerzeit. Die Massen sind verführbar durch die Partei oder durch die Partei. Natalie Portmans Evey ist da auch nur ein Schaf, wenn auch ein besonders süßes. Alle ihre Handlungen sind manipuliert, durch perfiden brainwash hervorgerufen, egal ob im TV-Studio, beim Verrat oder beim Umlegen des Schalters.

Sehr überzeugend dagegen die Figur des Inspektors Finch, seine Entwicklung hin zu wirklichen Einsichten und Überzeugungen.

Über den Film: Telepolis (mit historischen Hintergründen), ein Trailer, die Website.

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