Vier Sieben

Wer sich David Lynchs letzten Film »Inland Empire« ansehen will, dem empfehle ich, es in der Originalversion (mit Untertiteln) zu tun. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Sound am Set, das unterschiedliche Sprechen, der Slang von Laura Dern je nach Rolle (Sue, Nikki), das Polnisch der Zirkusleute, Prostituierten und anderen Figuren in Lodz in einer Synchronfassung ähnlich atmosphärisch dicht ‚rüberkommt.

»Inland Empire« ist ein toller Film eines großen Künstlers – den man natürlich trotzdem kritisieren darf. Für mich hat er Längen, ist etwas zu lang. Und die digitalen Bilder sind mitunter arg schlampig, trotz großartiger Motive. Ich sehe ihn, und das ist keine Kritik, als Liebesfilm, als Liebeserklärung Lynchs an Laura Dern, an die Frauen. Deshalb ist Gewalt gegen Frauen das Leitmotiv.

P.S.: Wer hat den Auftritt von Nastassja Kinski bemerkt?

(s.a. Telepolis: Schneewittchen und die sieben Huren, Sammlung an Kritiken auf filmzeit.de, Bild von Concorde Film)

One Comment

  1. Änne Donnerstag, 3. Mai 2007

    Geben Sie der Synchronfassung eine Chance. Die Mischung ist extrem gelungen und wird dem Original in jeder Form gerecht.

Comments are Disabled

%d Bloggern gefällt das: