Wider den Selbsthass

Volle Züge, fast immer verspätete Züge (baustellenbedingt), alte und stinkende Züge, übervolle Bahnsteige, mehr als übervolle Treppen zu den Bahnsteigen – diese Unannehmlichkeiten prägen das Pendlerleben im Rhein-Main-Gebiet. Zumindest im Westen und Süden.

Was mir positiv auffällt, ist die völlige Abwesenheit von körperlicher und verbaler Aggressivität. (Nicht ‚mal die Hitze wirkt enthemmend.) Von Berlin-Brandenburg bin ich da anderes gewohnt. Vielleicht liegt’s an der Selbstachtung:

Oder ist das etwa ironisch maskierter Sozialneid bzw. -kritik?

3 Comments

  1. Damsteeg Patrick Montag, 25. August 2008

    Es bildet nur das Recht eines jeden Bürgers ab, “Freie Meinung darzustellen” und ich außerdem der festen überzeugung das hier keiner juristischen Person geschadet wurde. Nicht mal der Werbefläche!!!!

    Grafitti ist die einzigste und letzte ware Freiheit, das zu sagen was man denkt, ohne dafür blöd angesehen zu werden von unserer ach so tollen Gesellschaft!!!!
    Man kann es doch nur noch im Untergrund sagen! Leider!!!

    • jl Montag, 25. August 2008

      Mir geht’s hier einzig und alleine um den Inhalt, um die Losung: “Ich liebe mich”.
      Da sind durchaus mehrere Interpretationen den Träger des ICH betreffend möglich. Ich versuchte zwei anzudeuten: ein gutes Selbstwertgefühl bzw., weil am anachronistischen 1.-Klasse-Wagen, Sozialkritik

  2. Patrick Damsteeg Donnerstag, 28. August 2008

    Natürlich hat der “Künstler” etwas dabei gedacht, diesen Slogan zu sprühen. Es ist wahrscheinlich seine momentane emotionale Empfindung , die er seiner Umwelt mitteilen möchte, weil er im Vorfeld sicherlich davon ausging, dass die Betrachter dadurch zum Nachdenken animiert werden, bzw. empört reagieren und diesen Slogan in sich behalten, oder ihn in ei Gespräch verbreiten. Ergo glaube ich auch, das es zuwenig von diesem Gefühl gibt, – es wird in unserer Zeit durch Stress und Hektik absorbiert.

Comments are Disabled